Als Sabbatical wird eine berufliche Auszeit verstanden, die in der Regel als (unbezahlter) Sonderurlaub in einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis genommen werden kann. Hierauf besteht in der freien Wirtschaft kein zwingender gesetzlicher Anspruch, wird heutzutage aber oft von Unternehmen als Benefit angeboten und durch betriebliche Vorgaben reguliert. Darüber hinaus kann ein Sabbatical auch als Auszeit zwischen zwei beruflichen, schulischen oder universitären Stationen verstanden werden. Das Sabbatical wird vor allem zur Erholung, Weiterbildung, zum Reisen oder zum Ausprobieren und Durchführen von Tätigkeiten genutzt, die sonst neben dem Beruf kaum bis gar nicht realisierbar sind.

Der Begriff „Sabbatical“ bzw. das Sabbatjahr stammt ursprünglich aus dem Hebräischen („sabat“ = innehalten) und bezeichnet das Gebot aus der Tora, nach dem alle sieben Jahre weder Weinberge noch Felder besät werden sollen – also eine verordnete Ruhe- bzw. Auszeit.

Was das Sabbatical nicht sein sollte: Ein leeres Versprechen auf der Benefits-Liste eines Arbeitgebers, das konzeptionell wenig durchdacht ist oder gar einem Mitarbeiter zum Nachteil gereicht werden könnte. Es sollte zudem keine Ausrede bieten, um die Karriere eines „Betroffenen“ zu stoppen oder als Auslesekriterium für Talente und zukünftige Führungskräfte genutzt werden (mit jenen als Gewinner, die sich ein Sabbatical als „unnötigen Luxus“ gespart haben).