Die Arbeit 4.0, international bekannt als New Work, bezeichnet zusammenfassend die Arbeitsformen und -bedingungen, die sich aus der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) ergeben. Zentraler Treiber dieser vierten industriellen Revolution ist der digitale Wandel, der Produktionsabläufe, Dienstleistungen und Güter sowie Arbeitsprozesse maßgeblich verändert und gestaltet. Die Digitalisierung ist somit auch zentraler Bestandteil der Arbeitswelt 4.0, in der Arbeitsschritte digital unterstützt oder automatisiert werden, vernetztes, globales Arbeiten einen zentralen Stellenwert einnimmt und dabei zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten (die sog. „Remote Work“) der Menschen ermöglicht bzw. gefordert wird. Als charakteristisch für die Arbeit 4.0 gelten zudem der digitale Arbeitsplatz, die Notwendigkeit des „lebenslangen Lernens“, die oft beworbenen „flexiblen Arbeitszeiten“, „agile Organisationsstrukturen“ sowie die „Entbetrieblichung“ und das Auslagern von Aufgaben an Selbstständige („Outsourcing“).

Die vierte industrielle Revolution ist von ihren Vorgängerversionen abzugrenzen: der ersten industriellen Revolution (Nutzung von Maschinen durch Dampf- und Wasserkraft), der zweiten (Massenproduktion, Arbeitsteilung und Elektrifizierung) und dritten industriellen bzw. „digitalen“ Revolution als unmittelbarem Vorgängermodell (Automatisierung durch Einsatz von Elektronik und IT).

Für Hintergründe und Ausführungen zur Arbeit 4.0 sei unter anderem auf das „Weißbuch – Arbeiten 4.0“ oder das Forschungsprojekt „Industrie 4.0“ der Bundesregierung verwiesen. Eine informative Beschreibung der Arbeitswelt 4.0 findet sich zudem auf diversen Informationsseiten sowie Blogs, z.B. bei Personio.

Was die Arbeit 4.0 nicht sein sollte: Ein netter Stempel, der heute standardmäßig und wenig durchdacht auf jeden Job, jede Unternehmenskultur und Angebote zur Arbeits(zeit-)gestaltung gesetzt werden kann, nur um neue Mitarbeiter, insbesondere der Generation Y und Z, zu werben. Die Arbeitswelt 4.0 ist keine Worthülse, sondern bietet eine Vielzahl an Konzepten und großes Potential zur Anreicherung der Arbeit durch Fokus auf Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit und sollte dementsprechend ernst genommen sowie umgesetzt werden.